PostHeaderIcon Cihangir Guemuestuerkmen , Light-Boxes, Berlin (BRD)

Cihangir Guemuestuerkmen stammt aus der türkischen Hafenstadt Izmir und lebt seit 1977 in Berlin. Seit seiner frühesten Kindheit malt und zeichnet er. Cihangir arbeitet genreübergreifend. In seiner neuesten Arbeit widmet Cihangir sich dem Thema Kopftuch, einem Kleidungsstück, welches vertraut wirkt, aber immer wieder polarisiert. Auf einer Gradwanderung zwischen modischem Accessoire, religiösem Symbol und politischer Provokation, kann dieses Stück Stoff identitätsstiftend, ausgrenzend und vereinnahmend wirken oder sich einfach nur gut anfühlen. Cihangir setzt sich mit dieser Bedeutungsschwere spielerisch auseinander und transformiert die Thematik in seinen ganz eigenen Kosmos. Erstmalig arbeitet er dabei mit großflächigen Fotocollagen, die er mittels Leuchtkästen präsentiert. Flüchtig betrachtet wirken sie wie Reklametafeln aus einem türkischen Imbiss, doch wer sie genauer hinsieht, wird mit jedem weiteren Blick frappiert und entdeckt überrascht  Neues.

Das Repertoire Cihangirs umfasst Fotographie, Malerei, Keramik, Bildhauerei und Performance-Art. Sein Debüt gab er 1993 mit "Transformation“, Bildern von Dragqueens.
1999 überraschte der Künstler mit "PUMPS 2000", bizarren Schuhplastiken aus Keramiken, Blech, Spitze, Perlen, Lego-Bausteine und Nudeln. 2005 folgte "Noire",  eine abstrakte Acrylbildserie, die sich mit dem Spannungsfeld zwischen der Farbe Schwarz und der Struktur von Metallfarbtuben auseinandersetzt.

Cihangir_Kopftuch
pfeil Exponate
pfeil Vita Cihangir Guemuestuerkmen