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DIE VERBOTENE STADT Tales from the Forbidden City

Chris Dreier (BRD)

Geraldine Hudson (UK)

(6.8.7.-31.8.2010)

Fotografien, Drucke, Zeichnungen, Objekte

verbotenestadt

Fotografien, Drucke, Zeichnungen, Objekte

Geraldine Hudson (UK /Schweden) und Chris Dreier (Berlin) erforschen verlassene Orte. Ihr Interesse gilt dem Thema Zerfall, Verschwinden und Auflösung als Folge von sozio-politischen Veränderungen. Sie machen Fotos mit rudimentären Mitteln wie Lochkameras, verarbeiten Fundobjekte und vor Ort gesammelte Materialien wie Sand und Erde in Abdrücken und Drucktechniken. Aus der zurückgelassenen Debris rekonstruieren sie Geschichten auf der Basis wahrer Begebenheiten und Recherche und setzen sie neu zusammen.

Anhand einer Reihe von fleckigen russischen Fundfotos führte sie die Spurensuche für dieses Projekt in die frühere "verbotene Stadt" Wünsdorf bei Berlin, eine alte Garnisonsstadt, wo zur Zeit des Kalten Krieges bis zu 60 000 Angehörige der sowjetischen Streitkräfte lebten, hermetisch abgeriegelt und nur mit Genehmigung – dem "Propusk" – zu verlassen oder zu betreten.

Da gab z.B. es ein Zugunglück, Soldaten verschwanden oder desertierten kurz vor dem Abzug und geheime Dokumente wurden unter der Schirmmütze aus der Garnison geschmuggelt. Mit Hilfe narrativer Fragmente lenken die Künstlerinnen den Blick auf eine parallele Welt in einer anderen Zeit und versuchen, dem Gedächtnis dieser verlassenen Orte Informationen zu entlocken, bevor sie in der Unkenntlichkeit verschwinden.
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Chris Dreier (Berlin)

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Geraldine Hudson (UK /Schweden)

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