gototopgototop
Remember me - Werkschau Jinran Kim
jinrankim
Die koreanische Künstlerin Jinran Kim, geboren 1968 in Seoul, lebt und arbeitet seit über 10 Jahren in Berlin. Sie hat international ausgestellt, wurde mehrfach ausgezeichnet und zeigt ihre Arbeiten in der von Lena Braun kuratierten Ausstellung "Remember me" jetzt erstmals als Werkschau.
Die Ausstellung präsentiert Videoarbeiten, Zeichnungen und Objektkunst.
Zeigen wird Jinran Kim u.a. ihre "Zeitmöbel" - aus edelsten Hölzern geschnitzte showcases für abgeschnittene Fuß- und Fingernägel, benutzte Slips und Seifenreste. Die Noblesse der Zeitmöbel reflektiert die koreanischer Hausaltäre, und auch der Zweck ist derselbe: Erinnerung.
Erinnerung ist das Thema, das Jinran Kim in all ihren Arbeiten variiert: Ihre Arbeiten würdigen intimste Körperspuren als Gedächtnisträger, die Biographien evozieren. Die von Queen Min zum Beispiel, der 1895 von Japanern exekutierten letzten Königin Koreas. Porträtiert wird sie über eine Nachbildung ihrer letzten Matratze, leicht befleckt und schlierig: "Diese Matratze," so Jinran Kim, "ist der Ort, an dem sie schlief, tagein, tagaus, viele Jahre lang. Hier ist alles noch da, ihr Körpergewicht, ihre Agonie und ihre Einsamkeit. Wenn mich als Künstlerin jemand fragt, wo mein Zuhause ist, sage ich: da, wo meine Matratze ist. Das letzte, was ich auf dieser Welt brauchen werde, ist eine Matratze, und diese Matratze wird mein Zuhause sein."
Ebenfalls zu sehen: das Berlin Tagebuch der Künstlerin, bestehend aus 158 Zeichnungen und entstanden zwischen 1994 und 1999.
Zum Ausstellungsort:
Die Galerie SU DE COUCOU wird von der Kuratorin Lena Braun geführt und nutzt die Räume der ehemaligen Tuc Tuc Karaoke Bar im Rotlichtbezirk von Berlin Neukölln. Die Bar wurde von ihren Betreiberinnen geschlossen, als diese das Rentenalter erreichten. Ein Ort mit Gedächtnis und insofern ein guter Ort für Jinran Kim - nach Ausstellungen u.a. auf dem St. Matthäus Friedhof in Berlin Schöneberg und in einer Berliner Toilette.
pfeil Exponate
pfeil Vita